Kleine Anfrage zu Rückstandskontrollen von Glyphosat in Lebens- und Futtermitteln

Vorbemerkung der Ministerin für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:

Glyphosat ist ein Pflanzenschutzmittelwirkstoff, der weltweit in über 160 Ländern seit über 30 Jahren in der landwirtschaftlichen Praxis angewendet wird. Der Wirkstoff zeichnet sich durch ein günstiges toxikologisches und ökotoxikologisches Profil aus. Er ist toxikologisch umfassend bewertet.

Dies ist ein zentraler Bestandteil sowohl im nationalen Zulassungsverfahren als auch bei der Bewertung des Wirkstoffes auf EU-Ebene. Entsprechende Höchstmengen/Höchstgehalte sind national und EU-weit festgelegt. Negative Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sind nach dem derzeitigen Stand von Wissenschaft und Technik nicht zu besorgen.

Auch die Bewertung von Positivbefunden des Metaboliten AMPA in Erntegütern hat bisher kein zusätzliches gesundheitliches Risiko für den Verbraucher ergeben.

Hinsichtlich des Beistoffes Tallowamin führt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) intensive Gespräche mit den betroffenen Antragstellern. Diese sind aufgefordert, Tallowamin innerhalb von zwei Jahren zu ersetzen (2010).