GRÜNE Informationsveranstaltung zur Seilbahn in Marburg. Am 01. Juli um 20:00 Uhr im Hörsaalgebäude
Angela Dorn in der Region Marburg-Biedenkopf:
„Seilbahnsysteme können mehr als nur Skiläufer transportieren. Immer mehr Kommunen erkennen dies und wenden sich der Seilbahn als modernes, ökologisches und vielseitig einsetzbares Verkehrsmittel zu“, erklärt Johanna Busch, GRÜNE Stadtverordnete in Marburg und Sprecherin des GRÜNEN Stadtverbandes. Unter dem Motto „In acht Minuten auf die Lahnberge? Eine Seilbahn für Marburg!“ laden deshalb die GRÜNE Hochschulgruppe und der GRÜNE Stadtverband Marburg zu einer hochkarätig besetzten Informations- und Diskussionsveranstaltung ein.
Den Abend eröffnen wird die Marburger GRÜNE Abgeordnete im hessischen Landtag, Angela Dorn, die auch Marburger Stadtverordnete ist. Nach einem Grußwort von Bürgermeister Franz Kahle wird Michael Tanzer als Vertreter der Firma Leitner, Italien, aus Sicht eines Herstellers von Seilbahnsystemen referieren. Die Firma Leitner, Italien, ist neben der Firma Doppelmayr, Österreich, der führende Hersteller von Seilbahnen. In seinem Vortrag wird er neben allgemeinen Ausführungen zur Seilbahntechnik auch auf konkrete Überlegungen zu einer Seilbahnverbindung zwischen Lahntal und Lahnbergen in Marburg eingehen.
In der anschließenden Diskussion wird es darum gehen, ob und unter welchen Bedingungen eine solche Seilbahnverbindung realisiert werden könnte. Dabei spielen die möglichen Vorteile ebenso eine Rolle wie die technischen und finanziellen Herausforderungen eines solchen Projekts.
„Es geht um die Frage der Mobilität der Zukunft“, so Dietmar Göttling, Fraktionschef der Marburger GRÜNEN. „Wir brauchen eine offene Diskussion über die Seilbahn. Diese Diskussion zu unterbinden, heißt, sich einer mobilen Zukunft zu verschließen.“ Bis zum Jahr 2020 soll der geplante Bau des Universitäts-Campus in der Innenstadt abgeschlossen sein. Neubauten der Universität und der Universitätsklinik auf den Lahnbergen stehen ebenfalls an. Immer mehr Studierende, Uni-Angestellte, Klinik-Besucher und Mitarbeiter werden auf eine leistungsfähige Verbindung zwischen den beiden Standorten angewiesen sein. Da es aufgrund der Topographie des Lahntals nicht möglich ist, noch mehr Verkehr durch die Innenstadt zu leiten, könnte die Seilbahn eine Lösung sein.
„Marburg braucht dringend zielorientierte Mobilitätskonzepte.“ kommentiert Göttling. „Die GRÜNEN waren schon immer innovative und kreative Vorreiter im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs. Jetzt wird die Idee noch als Spinnerei abgetan, aber in 10 Jahren findet die Seilbahn sicher den Beifall der anderen Parteien.“
Seilbahnen vereinen viele Vorteile: Sie sind ökologisch und kostengünstiger als andere Transportmittel, da sie energiesparend laufen und vergleichsweise geringe Betriebskosten verursachen. Sie können mehr Menschen in kürzerer Zeit transportieren als Stadtbusse, wobei die Wartezeit unter einer Minute beträgt. Sie sind flexibel an Besucheranstürme anpassbar, da Kabinen nach Bedarf ein- und ausgehängt werden können. Außerdem sind Seilbahnen barrierefrei und bieten somit Vorteile für den schnellen und bequemen Transport von Fahrgästen, Fahrrädern, Kinderwägen und Rollstühlen. Dazu sind Seilbahnen schnell und ohne großen Flächenbedarf realisierbar.







