Meine Online-Sprechstunde

Hier findet in regelmäßigen Abständen meine Online-Sprechstunde statt. Im Chat könnt Ihr und Sie mir Fragen zu meiner politischen Tätigkeit stellen, mit mir über politische Themen diskutieren und Kritik äußern. Eure und Ihre Rückmeldungen und Anregungen sind mir wichtig und geben mir Impulse für meine politische Arbeit.

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Online-Sprechstunde vom 16. Februar 2012

  • Angela Dorn: Hey
  • Daniel: Der Raum gefällt mir. Schönes freshes grün :)
  • Lukas: Hallo alle
  • 597163: Mal was hessisches ... bist du für den Erhalt der neuen Landebahn oder für einen Rückbau?
  • Angela Dorn: So gefragt ist es ja einfach: Wenn ich mir alles wünschen könnte, dann wäre es der Rückbau, klar
  • 166657: Die Frage Fluglärm muss anders lauten: Wie sehen die Konzepte für den weiteren Betrieb aus?
  • Angela Dorn: …aber ob das möglich ist, das kann nur Leipzig entscheiden
  • 597163: Es ist für mich schrecklich zu hören, wenn man erst für den Ausbau ist und kaum nach der Eröffnung für den Rückbau
  • Angela Dorn: Genau. Die Frage ist, was machen wir nach der Entscheidung mit dem weiteren Betrieb?
  • 597163: Ist diese Haltung nicht purer Populismus?
  • Angela Dorn: Wen sprichst du jetzt an? Wir Grünen waren nicht für den Ausbau
  • 166657: Wünschenswert wäre eine kommunale Zusammenarbeit der Bürgermeister INKLUSIVE der Bürger-BIs. Denn wenn an einer Route was verändert wird trifft der Lärm andere.
  • Angela Dorn: Ich finde es populistisch, wenn man den Leuten vor Ort sagt, dass das auf jeden Fall möglich ist und es so kommen wird, wenn die eigene Partei die Mehrheit hätte 281851: Rückbau klingt aber ein wenig realitätsfern, oder? Wäre auch ein schlechtes Zeichen. Die Genehmigung lag vor und jetzt kann man die Investition nicht einfach wertlos machen...
  • Angela Dorn: Die Frage ist, ob die Genehmigung auf den richtigen Annahmen und Berechnungen beruht, dass will Leipzig ja nun auch klären 281851: Aber man muss alles tun, um die Lärmbelastung zu verringern...
  • Angela Dorn: Ja absolut! Alles, was möglich ist
  • 166657: Nur gemeinsam ist überhaupt was zu erreichen.
  • Angela Dorn: Ja, die BIs und den Protest finde ich gerade unglaublich wichtig...
  • 597163: Der Rückbau ist extrem Realitätsfern und ein schreckliches Zeichen für die Arbeitnehmerinnen auf dem Flughafen.
  • Angela Dorn: Manchmal denkt man sich aber auch, schade, dass die Massen erst jetzt auf der Straße sind
  • Angela Dorn: Wie gesagt, das kann nur juristisch entschieden werden, ich würde nie sagen, das ist der wahrscheinlichste Ausgang, aber er ist eben auch nicht unmöglich
  • 597163: Das ist recht blauäugig ...
  • Angela Dorn: Zum Glück ist die Justiz unabhängig und wir können vorher nicht sagen, was herauskommt
  • Angela Dorn: Warum blauäugig?
  • 597163: Die Landebahn wird bleiben, daran wird das Urteil aus Leipzig nichts ändern.
  • 281851: Jaja... Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand. Aber was ist, wenn man Atheist ist? ;-)
  • Lukas: uiuiui, ich sollte glaub ich mal häufiger hessische nachrichten gucken bzw. lesen, hab erst hier im chat mitgekriegt, dass mittlerweile der rückbau diskutiert wird...
  • 597163: Es ist klar, dass ein Nachtflugverbot kommen muss bzw. bestätigt werden muss.
  • 166657: In Frankfurt überrennen BI-Mitglieder die Ausschuss-Sitzungen im Römer und sogar im Ortsbeirat. Dort wird wenig bis gar nichts entschieden. Die BI-Mitglieder verstehen das aber nicht und beschimpfen die Parlamentarier, dass diese überhaupt nichts unternehmen
  • 597163: Die Grünen sind für einen Rückbau ;) ... lächerlich.
  • 166657: Ein Ortsbeirat kann nun mal nicht die Flugrouten ändern, der Magistrat auch nicht. Ich finde es schade, dass der Protest sich in falschen Gremien an falschen Orten festsetzt.
  • Angela Dorn: Wie gesagt: Wir haben auch nie als Landtagsfraktion gesagt, der Rückbau wird kommen. Es ist eine von zig Möglichkeiten und man kann spekulieren, was die wahrscheinlichste ist. Ich will niemandem Hoffnung machen, dass es einen Rückbau geben wird. Aber es wäre auch falsch zu sagen, dies wird es 100%ig nicht geben.
  • Angela Dorn: ich habe das nicht mitbekommen mit dem Verhalten der BIs. ich verstehe den Frust, die Wut etc.. aber man darf den Adressaten nicht verwechseln
  • Angela Dorn: Manchmal bin ich auch getroffen wie gerade die GRÜNEN angegangen werden. Warum denn wir? Wir haben immer gegen den Ausbau gekämpft.
  • 166657: In Frankfurt wird auch bewusst das Thema für den Wahlkampf zur OB-Wahl hochgekocht
  • Angela Dorn: Ja das stimmt, sie machen sich auch selbst zum Adressaten.
  • 166657: Wie meinst Du das? -selbst zum Adressaten?
  • Angela Dorn: Du hattest ja gerade gesagt, der Römer ist der falsche Ort für die Proteste. Ich denke auch, wesentlich ist die Landesregierung. Aber im OB-Wahlkampf geht es wirklich sehr stark um das Thema, dann ist es kein Wunder, dass auch der Protest dort aufschlägt.
  • Angela Dorn: Wir können gerne beim Fluglärm bleiben, aber falls jemand wegen des vorgeschlagenen Themas Umweltpolitik hier ist, darf er auch gerne das Thema parallel schalten - das ist ja das Praktische am Chat.
  • 166657: Ja, Energie. Ich finde die 5 Mio von der Umweltministerin Puttrich falsch angelegt
  • Angela Dorn: Wohin sollen sie lieber?
  • 166657: Energieberatung private Haushalte! Das Potential ist viel höher als 5 Mio. Leider kosten private Energieberater sehr viel Geld. Die, die es dringend bräuchten können es sich nicht leisten
  • Angela Dorn: Ich denke auch, dass die Akzeptanzkampagne finanziell überdimensioniert angelegt ist. Das Problem ist, dass die gleichen, die vor Windrädern mit Plakaten gewarnt haben, jetzt die Menschen motivieren wollen. Zum anderen wird die Nichtakzeptanz auch immer wieder von der Landesregierung überbewertet.
  • 166657: Wendehälse - überall
  • Angela Dorn: Klar gibt es die, aber sie sind nicht der entscheidende Faktor. Mehr Sorgen bereitet mir, wie konsequent die Landesregierung alles angeht. Wir haben beim Thema Umwelt schon zu oft erlebt, dass farbenfrohe Prospekte ausgelegt werden, Gremien geschaffen und Modellprojekte ins Leben gerufen werden und dann...
  • 166657: In der Energiepolitik -konsequent? Hessen? Wie war das noch mit Biblis?
  • Angela Dorn: Eben! Aber das Thema ist ENDLICH durch!! Als meine erste Tochter geboren wurde, war ich richtig traurig, dass es den Ausstieg aus dem Ausstieg gab und nun wird meine 2. geboren und Hessen ist atomfrei!
  • 281851: Naja... Schade, dass es dazu eines GAUs am anderen Ende der Welt bedurfte...
  • Daniel: Irgendwie schon :(
  • Angela Dorn: Ja absolut
  • 166657: In Hessen vielleicht. Aber Cattenomn in Frankreich macht mir Sorgen. Wir sind in der Abluftfahne und viel näher dran als Tschernobyl
  • Angela Dorn: Das ist das seltsame an diesem Thema, die Freude über unseren Ausstieg ist mit einer Trauer, einer Katastrophe, für immer verbunden.
  • Angela Dorn: Wir haben noch viel zu tun, aber ich glaube, es wird sehr genau geschaut bei unseren Nachbarn wie erfolgreich unsere Wirtschaftspolitik bleibt und wird mit der Energiewende.
  • Daniel: Ich kann mich noch gut an Frau Apel (CDU) erinnern, die ihren Parteifreunden erklärte, warum man für Windvorrangflächen im Flächennutzungsplan im Wald und wenn möglich auch im Naturpark werben sollte: damit man sie so am einfachsten rausstreichen kann…
  • Angela Dorn: Ja und das ist wenige Jahre her.
  • 166657: Deshalb kämpfe ich auch für eine dezentrale Energiewende, damit wir und unsere Kinder noch eine Chance haben auf eine einigermaßen lebenswerte Umwelt
  • Angela Dorn: Vor 1,5 Jahren hat Bouffier noch vom naiven Glauben an die erneuerbaren Energien gesprochen…
  • 281851: Ich denke auch, dass wir nur dadurch, dass wir ein Land mit 100% erneuerbarer Energieversorgung auf die Beine stellen, unsere Nachbarn überzeugen können. Wenn wir das schaffen, kann ich mir nicht vorstellen, dass andere lieber weiter AKWs bauen wollen...
  • Angela Dorn: Ja, ich war vor einigen Monaten in den USA mit jungen Politikern, Journalisten etc aus ganz Europa und es war sehr spannend wie sie uns bei diesem Thema beobachten. Genau deshalb ist es so immens wichtig, dass die Energiewende voran geht, erfolgreich wird
  • Lukas: nicht vergessen werden sollte dabei aber auch, dass die energiewende aber nicht nur im stromsektor geschehen muss
  • 166657: Und zwar eine dezentrale Energiewende. Vor allem in Wärmebereich. Die Energieberater, die im Keller sich die Heizungen anschauen sind entsetzt. Bis zu 90% der Heizungen sind überdimensioniert
  • Angela Dorn: Ja, der Wärmebereich und danach der Verkehrsbereich sind ja die größten Brocken beim Klimaschutz.
  • 281851: @166657 Ich denke die dezentrale Versorgung lässt sich auch besser durchsetzen. Wenn Windräder vor der eigenen Tür das eigene Haus versorgen, ist man eher dafür, als für die Hochstromtrasse, die Strom nach Bayern schaffen soll. Andererseits kann ich mir auch vorstellen, dass man Marburg zwar ganz gut dezentral versorgen kann, Berlin aber womöglich nicht...
  • Angela Dorn: Ich denke auch, dass dezentral höhere Akzeptanz schafft…
  • Lukas: die ganzen ballungszentren werden auf energieflüsse von außen angewiesen sein. genauso wie sich die ballungszentren auch nicht komplett aus der region mit nahrungsmitteln versorgen können.
  • Angela Dorn: …aber nur dezentral kann in der Tat nicht funktionieren, es muss ein guter Mix sein, so dezentral wie möglich, so zentral wie nötig.
  • 166657: Berlin geht genauso wie Marburg, Frankfurt oder andere Großstädte. Es gibt ja schon vertikale und lautlose Kleinwindanlagen. Gerademal 4% aller Dächer sind mit PV bedeckt, und die Technik=Stromernte wird immer besser
  • Angela Dorn: Es geht ja nicht nur um Haushalte, sondern Industrie etc. Außerdem muss ja alles Dezentrale vernetzt sein…
  • 166657: Mix ist klar. Damit meine ich aber öffentliches Netz und Energienetze (inklusive Erdgas)
  • Angela Dorn: …und gerade für eine zügige Energiewende wird es eben auch große Anlagen brauchen. Aber wir sind uns ja anscheint in diesem Punkt alle einig :-)
  • 166657: nur unsere hessische Landesregierung versteht das nicht
  • Angela Dorn: Ich würde sogar so weit gehen, dass es ein paar in der Landesregierung verstanden haben, aber nicht wissen, wie sie es umsetzen sollen, andere haben es nicht verstanden.Wenn man einem Christean Wagner im Energiegipfel den Unterschied von Solarthermie und Photovoltaik erklären muss, weiß man von welchem Stand die kommen…
  • 166657: Himmel, das ist ja schlimmer als ich vermutet habe.
  • Angela Dorn: Ja, ich konnte es auch nicht glauben
  • 166657: Immer wieder wird der Begriff "Ökodiktatur" genannt. Ich kann mir darunter nichts vorstellen.
  • Angela Dorn: Das wird uns immer dann vorgeworfen, wenn wir beim Thema Umweltschutz auf Regeln setzen, statt auf Freiwilligkeit. Also nach deren Äußerung auf Zwang.
  • 281851: Naja... Viele Menschen fühlen sich in ihrer Freiheit eingeschränkt, wenn sie sich ökologisch verhalten sollen... Ich denke daher der Vorwurf...
  • Angela Dorn: Es ist immer schwierig die Balance zwischen Ordnungspolitik, Anreizen, Bestrafung, Freiwilligkeit...
  • 166657: Also ist es Ökodiktatur, wenn auf der Autobahn 100 wegen Lärmschutz angeordnet wird?
  • Angela Dorn: …und dann ist man bei der grundlegenden Frage: Muss ich die Freiheit des einzelnen einschränken, um die Freiheit der anderen, der Nachkommenden etc zu schützen?
  • Angela Dorn: Gute Frage. Für einige bestimmt. Ich fände das befreiend - endlich mal weniger Lärm und gesundheitsschädliche Abgase plus stressfrei Autofahren
  • 166657: Das ist ja philosophisch. Die Freiheit eines einzelnen geht nur soweit, wie diese die Freiheit eines anderen (auch einer Gruppe) einschränkt
  • Angela Dorn: Ja, im Grunde ist das eine philosophische Frage, die aber tagtäglich alltagspraktisch wird.
  • 281851: ...und weniger Unfalltote. Ist auch so ein klitzekleiner Vorteil von Tempolimits.
  • Angela Dorn: Absolut, sorry, vergessen
  • 166657: Mit einer Lärmschutzmauer, auf denen eine Photovoltaikanlage auch noch Strom erzeugt PLUS Geschwindigkeitsbegrenzung würde tatsächlich helfen. Aber einige Autofahrer haben immer noch ein neurotisches Verhältnis zum Auto(fahren)
  • Angela Dorn: Bei einem Vergleich der Autobahnen mit und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, verunglückten bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung von bis zu 120 km/h 9,3 Prozent, bei bis zu 130 km/h 3,7 Prozent und bei Autobahnen ohne Tempolimit 67,9% bei Unfällen auf Autobahnen.
  • Angela Dorn: Ja, was haben die Deutschen nur, überall sonst ist das selbstverständlich.
  • 166657: Auch die Schadstoffe gehen zurück, gerade bei der Feinstaubdiskussion wichtig
  • Angela Dorn: und beim Stickstoffdioxid
  • Lukas: das mit den unfallopfern ist für mich mittlerweile sogar das hauptargument für tempolimits
  • Angela Dorn: …und beide Stoffe sind für ein höheres Sterblichkeitsrisiko durch Lungenerkrankungen etc. verantwortlich
  • 281851: Wow... Gerade die letzte Zahl scheint erschreckend hoch. Oder ist die nur so hoch, weil es auch deutlich mehr Autobahnabschnitte ohne Tempolimit gibt?
  • 166657: Auch beim Verkehrslärm gibt es Studien und verlässliche Zahlen über Tote, verursacht durch Straßenlärm, aber hier vor allem in den Städten an Hauptverkehrseinfallstraßen
  • Angela Dorn: Mmh... ehrlich gesagt, die Frage habe ich mir noch nicht gestellt, also danke…aber das wäre ja sehr verfälschend, wenn das nicht mit einberechnet worden wäre, denke ich.
  • Angela Dorn: Ja, bei Lärm ist das schwierige, dass es psychologisch sehr unterschiedlich wirkt. Man kann keine eindeutige Grenze angeben, ab der Lärm schädlich ist.
  • 281851: Naja... Ich bin immer gleich ein wenig skeptisch, wenn ich Prozente sehe... Da lässt sich viel mit herumtricksen... Eigentlich hilft da nur die Studie aus der die Zahlen stammen weiter...
  • Angela Dorn: Stimmt, die habe ich nicht vor mir. Gerade hat mir eine Freundin geschrieben, dass sie es so schwierig findet, wie Politik mit Wissenschaft umgeht und plumps, falle ich rein…mein Statistikprof würde mich wahrscheinlich nachträglich durchfallen lassen ;-)
  • 166657: Nicht immer. Der Rat der Sachverständigen für Umweltfragen hat gewarnt, Kinder im Auto zum Kindergarten/Schule zu fahren, weil die Innenraumbelastungen mit Schadstoffen so hoch ist, dass eine Gesundheitsgefährdung nicht ausgeschlossen werden kann. Manche Mütter glauben, sie müssten die Kinder vor eben den Abgasen draußen schützen, holen diese aber konzentriert in das Fahrzeuginnere rein. Da braucht man keine Prozente, obwohl es in der Studie reichlich davon gibt.
  • Angela Dorn: Krass, das habe ich noch nicht gelesen, wie paradox das ist, dass man mehr Abgase produziert, in der Hoffnung die Kinder vor Abgasen zu schützen und dann hilft es nicht einmal
  • 166657: Die Lüftungssystem und die Innenraumausstattung sind das Hauptproblem
  • Angela Dorn: Könnte ein besseres Lüftungssystem die Abgase besser filtern?
  • 166657: Ich glaube nicht. Ich bin kein Techniker. Aber Kohlenmonoxyd, Bodenozon und andere nicht riechbare Gase kommen wie die Umgebungsluft durch jede kleine Ritze. Es konzentriert sich aber im Innenraum nach einiger Zeit. Ist wie ein Auffangbecken.
  • Angela Dorn: Da habe ich mich noch nie mit beschäftigt. Um ehrlich zu sein, ich habe auch immer als Fuß- und Fahrradfahrer am meisten an die Abgase gedacht; ich hätte jetzt nicht extra das Auto genutzt um mich und meine Familie zu schützen, aber ich habe schlicht nicht darüber nachgedacht.
  • 166657: Kinder haben ja auch eine andere Nasenhöhe und atmen am Straßenrand höhere Konzentrationen ein, weil schwere Schadstoffe eben weiter unten sich ansammeln. Außerdem können Kinder nicht flach atmen und der Kreislauf ist ebenfalls viel schneller. Die Schadstoffe werden also erheblich mehr und schneller im Körper angereichert. Das weiß auch kaum jemand
  • Angela Dorn: Ja, damit habe ich mich dann wieder beschäftigt; auch für die Kinder im Mutterleib ist das ein echtes Problem…und natürlich Lungenschwache, Vorerkrankte...
  • Angela Dorn: Du kümmerst dich anscheinend stark um das Thema Luftreinhaltung?
  • 166657: Stimmt. Die auch. Ich freue mich schon auf Elektroautos, die mit selbst erzeugtem Strom fahren. Keine Abgase, kein Motorlärm. Es wird kommen. Wann weiß ich nicht. Wir könnten es aber noch erleben.
  • 166657: Luftreinhaltung eher als Nebenprodukt. Mein Schwerpunkt ist dezentrale Energiewende. Habe jetzt einen Fach-Verlag gefunden, der das Buch verlegt.
  • Angela Dorn: Aber die Verkehrswende kann E-Mobilität auch nicht bringen. Ohne Verlagerung auf den ÖPNV und Fuß und Rad werden wir gerade das Klimaziel nicht erreichen, denn Strom muss auch erzeugt werden.
  • 166657: Jetzt noch nicht. Verkehrswende geht nur vernetzte Strukturen, wie Carsharing, einheitliche Preise, Fahrkarten, bessere ÖPNV-Angebote und weg von der autogerechten Stadt
  • Angela Dorn: Oh spannend, wie wird das Buch heißen oder ist das noch ein Geheimnis?
  • 166657: Ich bin Autor und schreibe Artikel vor allem über die dezentrale Energiewende. Das ist dann auch Schwerpunkt im Buch.
  • Angela Dorn: Schade, ich dachte ich könnte mehr herauskitzeln ;-)
  • 166657: Wenn Du aus dem Mutterschaftsurlaub zurück bist dürfte das Buch im Handel sein. Inhalt ist Geschichte der Energie bis zur aktuellen Energiekrise, die gegenwärtigen zentralen Strukturen, neue bereits eingeführte Techniken und kommunale und politische Anwendungspotentiale. Mehr Infos nach der Vorstellung
  • Angela Dorn: Wow, klingt gut
  • Angela Dorn: Schade, dass es nicht im Mutterschaftsurlaub fertig ist, ich wollte die Zeit nämlich zum Lesen nutzen; in vieles muss man sich ja erst tiefer hineinarbeiten, wenn man ein Thema neu übernimmt…
  • 166657: Was für ein Thema?
  • Angela Dorn: …und ich schätze, man findet unendlich viel Fachliteratur, aber weniger mit direktem politischen Anwendungspotential
  • Angela Dorn: Energie und Klimaschutz
  • 166657: Super. Das hat doch die Ursula immer gemacht?
  • Angela Dorn: Umweltschutz habe ich schon vorher gemacht
  • Angela Dorn: Ja, sie ist jetzt aufgestiegen zur Vizepräsidentin und ich habe ihr Thema geerbt
  • 166657: Ach so. Ich denke, ich werde jetzt auch mal langsam hier ausmachen. Ich wünsche Dir/Euch alles Gute. Bis demnächst x wieder…
  • Angela Dorn: Danke, ebenso alles Gute!

     

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    Die Online-Sprechstunde ist dazu da, mit mir über Politik zu diskutieren. Dabei sollen alle zu Wort kommen und ernst genommen werden. Deshalb:

    • gelten hier die Regeln der Höflichkeit: keine Beleidigungen, keine Schimpfwörter, keine Anmachen, keine Werbung.
    • werden Gewalt- und Drogenverherrlichung, pornographische Darstellungen und rassistische Äußerungen strafrechtlich geahndet.
    • kann ich Teilnehmer, die sich daneben benehmen ausschließen.